Lautsprecherkabel: Was ist zu beachten?

_______________________

Basics

Jeder Lautsprecher wird mit einem eigenen elektrischen Signal angesteuert. Bei einem 5.1-System werden also 6 Kabel benötigt, bei einem 7.1-System 8 Kabel. Der Subwoofer wird meist über Mono-Cinch-Kabel („Sub out“) angeschlossen wird, die anderen Lautsprecher jeweils mit zweiadrigen Lautsprecherkabeln. Jeweils zwei Kupferleitungen (Litzen) übertragen das Signal vom Receiver zur Lautsprecherbox. Die Litzen wiederum bestehen aus einer Vielzahl dünner Drähte. Das Kabel ist mit Kunststoff ummantelt, die Litzen-Enden liegen frei – der Strom soll schließlich fließen. Abisolierte Lautsprecherkabel werden direkt an den Receiver-Ausgängen angebracht. Hierbei dürfen keine Adern abstehen oder abknicken. (Alternativen: Bananenstecker oder Kabelschuhe)

So ermittelst du den richtigen Kabel-Querschnitt

Die Wahl des passenden Querschnitts ist für Stereo Boxen oder Heimkinoanlage von großer Bedeutung. Lautsprecherkabel müssen mittlerweile mehr als eine technische Funktion übernehmen und so ändert sich auch der Anspruch an die Kabel. Sie sollen möglichst nicht sichtbar sein oder zur Einrichtung passen und andererseits das Tonsignal perfekt übertragen.

Für die Ermittlung des passenden Querschnittes ist physikalisch zum einen davon auszugehen, dass ein gewisser Signalverlust pro Kabelmeter auftritt. Anderseits ist dieser Verlust bei Kabellängen von bis zu 10 Metern insbesondere bei Heimkino-Systemen mit einer Verstärker-Ausgabeleistung bis zu 80 Watt im eigentlich nicht hörbaren Bereich. Natürlich sollte das Kabel auch in die Anschlüsse der Lautsprecher passen.

Gängige Querschnittgrößen sind: 0,75 mm², 1,5 mm², 2,5 mm² , 4 mm² sowie 6 mm².

✔ Tipp: Grundsätzlich gilt: Je kürzer der Übertragungsweg, desto höher die mögliche Lautstärke. Bei Übertragungsstrecken von über 7 Meter ist es empfehlenswert, ein Lautsprecherkabel mit 2,5 mm² Querschnitt zu verwenden. Andernfalls könnte die Maximallautstärke wortwörtlich "auf der Stecke bleiben".

Verkabelung in 5 Schritten

  • Stelle zunächst Lautsprecher und Receiver bzw. Verstärker auf. Die Anschlüsse sollten frei zugänglich sein.
  • Die Lautsprecherkabel sollten möglichst so verlegt werden, dass sie nicht stören und nicht zu Stolperfallen werden. Dabei können Kunststoffleisten oder Kabelschläuche helfen.
  • Schraube die Schraubverschlüsse am Receiver-Ausgang so weit zurück, dass eine Lücke entsteht. In jede davon wird ein abisoliertes Kabelende eingeklemmt. Achte dabei darauf, dass keine Adern abstehen.
  • An welche Ausgänge du die Lautsprecherkabel anschließt, ist leicht erkennbar, da die Buchsen genau beschriftet sind: Die Lautsprecher auf der rechten Seite werden also am Ausgang „Speaker right“ angeschlossen.
  • Achte darauf, die Lautsprecherkabel nicht zu verpolen. Die Kabelader, die am Pluspol des Lautsprechers angeschlossen ist, muss auch zum Pluspol des Receivers verlaufen. Zur besseren Orientierung sind die Kabel farblich gekennzeichnet. Wenn es zurVerpolung kommt, schwingen die Bässe nach innen, nicht nach außen, was erhebliche Klangeinbußen zur Folge hat.